4. Internationalen
Kinderpsychotherapietagung
in Zürich am 21. / 22. April 2012
Psychotherapie - Beratung - Sonderpädagogik
Tagungsbroschüre
„Entwicklung im Focus –
das personzentrierte Verständnis
von Veränderung“
Es war einmal eine Lehrerin von der Schar der Empathischen, die reiste ins ferne Wienerland zum grossen
Gildentreffen zur hilfreichen Unterstützung von Kindern. Am Tag des Rats der deutschsprachigen Weisen wurde eine eigenartige
Idee geboren. Man solle sich das nächste Mal im teuren, aber auch besonders schönen schweizerischen Gebiete treffen.
Und so kam es, dass die Idee geboren war. Geboren? Nein, das ist zu früh, ... gezeugt. Zwei Jahre Zeit seien es noch bis
zum grossen Tage, bis dahin sei noch viel vorzubereiten, so ahnte die Schweizer Ruth stirnerunzelnd und sorgenvoll auf
ihrem Heimflug. Wieder in der Heimat suchte sie sich baldigst Gleichgesinnte, die es wagen würden mit ihr diese Idee
auszutragen und ein Konzept zu gebären.
Sieben mutige Zwerge begannen, ihre Köpfe an vielen Treffen zusammenzustecken um dieses abenteuerliche Unterfangen
in Angriff zu nehmen und alle ihre verrückten Ideen lustvoll umzusetzen. An jedem Treffen wurde viel Schokolade verteilt,
damit sich das süsse Gefühl durchzusetzen vermochte, trotz vielen Rückschlägen und durch mangelndes Geld ausgelösten
Angstmomenten.
Das neuzeitliche Medium, genannt Internet, wurde gespeist und gespeist und in alle deutschsprachigen Welten versandt.
So vernahmen die Leute von nah und fern, sie sollten sich in Zürich versammeln, um sich im personzentrierten Geiste
aus zu tauschen und sich damit auf wundersame Weise gegenseitig zu stärken. Es hiess , wer dort hingehe und es wage
auch einen weiten Weg auf sich zu nehmen, käme vielleicht beglückt und bereichert, auf alle Fälle verändert zurück.
Und so kam es, dass in den Apriltagen des Jahres 2012 all die für Kinder engagierten Gleichgesinnten und an Empathie und
Veränderung Interessierten zusammen kamen und sich im grossen holzwändigen Saal des ehrwürdigen Backsteinhauses am
Hirschengraben versammelten. An die Zweihundert kamen und staunten und freuten sich einerseits einander wieder zu sehen
und andererseits neue Gesichter kennen zu lernen. Gross war die Auswahl an Lehrveranstaltungen und so manche und mancher
wüschte sich in die Kunst der Teilung eingwiesen zu sein, damit er auch mehrere Kurse zur gleichen Zeit besuchen könne.
Der Geist der empathischen Einfühlung schwang sich zur Hochform auf, verbreitete sich in den Schulungsräumen, den Vorhallen
und im grossangelegten Treppenhaus. Er vermischte sich mit Lachen, nachdenklichen Blicken, ernsthaftem Austausch und
liebevollem Gespür für unglückliche Kinder. Mit vereinten Kräften wurden neue Ideen erfunden, diskutiert und weitergegeben
- alles dem grossen Ziele untergeordnet: Glückliche Kinder sollen es sein, welche unsere Welt weiterentwickeln und
verändern sollen.
Ein alter Magier kochte mit seinen Gehilfen aus der Familie der Ameisischen gute Speisen für die Menge und hielt stärkende
Getränke bereit, damit die Kräfte nicht erlahmten und in den Gesprächen der Geist der Therapiekinder sich im Märchensaal
wundersam verbreiten konnte. Viele guten Feen, die zu Besuch kamen, hatten ihre liebsten Süsspeisen mitgebracht , so dass
auch in den Pausen und beim Kaffee Leib und Seele verbunden blieben. Eine in dieser heutigen Zeit bereits äusserst versierte
Technikerfamilie beruhigte Lehrerinnen und Lehrer bei den Darbietungen durch ihre Anwesenheit und Hilfestellung. Auch die
sieben Zwerge fühlten sich wundersam gestützt durch all die vielen grossen und kleinen, alten und jungen Helferlinge! Ein
festliches Abendessen mit Musik und Tanz verzauberte jegliche Schwere in Lachen und Freude.
So entstand grosse Kraft im Backsteinhaus. Alle nährten sich. Beglückt, ermutigt, mit neuen Ideen und reich an Wissen über
das grosse Gemeinsame der Schar wurden gegenseitig viele Segenswünsche und viele herzliche "AUF WIEDERSEHEN"
spätestens 2014 in Stuttgart ausgetauscht und dann die grosse Reise zurück in den Alltag angetreten. Die sieben Zwerge
schlossen sich nach allem Aufräumen in die Arme und beglückwünschten sich gegenseitig mit gutem Trunke für das Wunder,
diese Tagung zugunsten der Kinder auf ihren Weg gebracht und ohn Unfall und Ungeschick gemeistert zu haben.
Das grosse Backsteinhaus mit seinem ach so grossartigen Meister der Hauswartung träumt nun von der tollen Schar der
Empathischen, welche so ruhig und friedvoll sich in den Mauern tummelte und ist nun auch wieder bereit, die stürmische
Schar der Schulkinder zu beherbergen.
Ruth Bourgogne
Madeleine Walder-Binder